Das Brauen

Von der Mälzerei aus wird das fertige Braumalz an die Brauerei geliefert, die es dann im Brauprozess weiterverarbeitet.

Von der Schrotmühle bis zum Lagertank

In der Brauerei angekommen, muss das Braumalz zunächst durch die Schrotmühle, in der die Malzkörner gemahlen werden. Anschließend wird das so vorbereitete Malz im Maischbottich mit Wasser zur sog. Maische vermischt.

In der Maischpfanne wird diese danach auf verschiedenen Temperaturstufen erhitzt. Dabei wandeln die in den Malzkörnern enthaltenen natürlichen Enzyme die wasserunlösliche Stärke des Getreides in löslichen Malzzucker um. Während dieser Phase des Brauprozesses gehen die für das Brauen wichtigen Stoffe des Malzes in die Lösung über.

Der nächste Schritt auf dem Weg zum Bier: Der Läuterbottich. In ihm werden die festen Bestandteile der Maische von der Flüssigkeit getrennt. Die Brauer sprechen vom Malztreber – das sind vor allem die Hüllen der Getreidekörner – und der Würze, in der alle löslichen Stoffe des Malzkornes enthalten sind. (Das Nebenprodukt Malztreber dient zum Beispiel als nährstoffreiches natürliches Tierfutter.) Nur die aus dem Läuterbottich abfließende Würze mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen gelangt nun in die Würzepfanne.

In der Würzepfanne wird der flüssigen Würze der Hopfen zugegeben, dann wird sie etwa eineinhalb Stunden gekocht. Je mehr Hopfen der Brauer zugibt (etwa 100 bis 400 Gramm pro Hektoliter), desto hopfenbetonter – also herber – schmeckt später das fertige Bier.

Nach diesem Kochen in der Würzepfanne werden im Whirlpool anschließend noch verbliebene Trübstoffe aus der Lösung entfernt. Dann wird die Würze im Würzekühler heruntergekühlt, bevor die Hefe hinzugegeben wird – und die Gärung beginnen kann.

Im Gärtank waltet dann die Hefe ihres Amtes: Sie wandelt den in der Würze gelösten Malzzucker in Kohlensäure und Alkohol um. Nachdem die Hefe ihre Arbeit verrichtet hat, wird sie abgezogen und das sogenannte 'Jungbier' ist fertig.

Doch bevor das Bier abgefüllt wird, gönnt ihm der Brauer erst noch einmal eine Pause: Es kommt in den Lagertank, wo es bis zu seiner vollen Reife bis zu acht Wochen in Ruhe nachgärt.

Diagramm des Brauens

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