Führung durch die Privatbrauerei Härke
Herzlich Willkommen in Peine! Vor dem Brauereitor beginnt Ihre Besichtigungstour. Schritt für Schritt erleben Sie hier, wie aus den vier Grundstoffen Malz, Hopfen, Wasser und Hefe gemäß dem Deutschen Reinheitsgebot die Bierspezialitäten der Privatbrauerei Härke entstehen.
Möchten Sie an einer unserer regelmäßig stattfindenden "echten" Führungen in Peine teilnehmen, so können Sie sich hier anmelden
Start der Führung
Wir möchten Ihnen einen kleinen Einblick in die Braukunst der Peiner Privatbrauerei Härke GmbH & Co. KG geben. Wie bei einer "echten" Führung beginnt diese Besichtigung auch am Brauereitor. Über das Jahr treffen sich hier 5000-6000 Personen, um an einem Rundgang durch die Privatbrauerei Härke teilzunehmen.

Im Sudhaus
Im Sudhaus wird mit Hilfe von Malz, Hopfen und Wasser die Würze erzeugt.
Das für die Herstellung erforderliche Malz wird aus Mälzereien bezogen, die das aus Sommergerste hergestellte Malz bei uns zur Lagerung in unseren Silos anliefern. Gereinigt und geschrotet, wird das Malz (pro "Sud" 4000 kg) im "Schrotrumpf" aufgefangen. Hier werden Mehl und so genannte Spelzen getrennt.

Das Malzschrot wird mit Wasser einer bestimmten Temperatur im Maischebottich vermischt. Diese Maische unterliegt danach verschiedenen Temperatursprüngen. Bei diesen Temperatursprüngen wird die Stärke durch Enzyme in Zucker umgewandelt. Vor dem Umpumpen in den Läuterbottich werden der Maische die Spelzen wieder zugegeben.
Die in der Maische vorhandene Flüssigkeit wird nun entzogen. Die zurückbleibenden festen Stoffe werden mit 78 ºC heißem Wasser übergossen, um so den restlichen Malzzucker auszuwaschen. Die im Läuterbottich zurückbleibenden Feststoffe werden übrigens Treber genannt, und üblicherweise als gesundes und natürliches Viehfutter weiterverwendet.
Die so gewonnene Flüssigkeit nennt man Würze und wird in der Würzepfanne gesammelt und gekocht. Nun endlich gibt man auch den Hopfen hinzu. So erhält das Bier seinen herrlich herben Charakter.

Nach dem Kochen wird bei der Privatbrauerei Härke die Würze zur Ausscheidung des so genannten Kochtrubes (Eiweiß u. Hopfentrubstoffe) in den Whirpool gepumpt. Durch die besondere Art der Zirkulation der Würze in diesem Gefäß setzen sich die Trubstoffe am Boden in der Mitte des Gefäßes ab (Zentripetalkräfte).

Der Prozess für einen Sud umfasst einen Zeitraum von insgesamt 7,5 Stunden. Aufgrund der vorhandenen Kapazitäten und der Möglichkeit, verschiedene Arbeitsgänge zeitgleich durchzuführen, kommt es zu einer Chargenmenge von 250 bis 260 Hektoliter (1 Hektoliter=100 Liter) in einem Zeitraum von 2,5 Stunden - die genaue Menge ist von der Sorte des gewünschten Bieres abhängig. Pro Arbeitswoche können im neuen Sudhaus der Privatbrauerei Härke bis zu 40 Sude hergestellt werden.
Im Anstellkeller
Vom Whirlpool gelangt die Würze nach der Kühlung auf 6°C in den Anstellkeller. Die Privatbrauerei Härke besitzt hier fünf Bottiche mit insgesamt 314.000 Litern Fassungsvermögen. Nun setzt sich während der 24-stündigen Verweilzeit der Kühltrub der Würze ab. Damit aus der abgekühlten Würze Bier werden kann, wird hier pro 100 Liter Würze ein halber Liter Brauhefe hinzugegeben. Die Hefe ist für die Gärung notwendig.
Im Gärkeller

Im Gärkeller erfolgt danach für 6-7 Tage die Hauptgärung bei einer Temperatur von 6-9 ºC. Die Belüftung des Gärkellers erfolgt mit filtrierter Frischluft. Mittels Kühlschlangen oder Mantelkühlung wird die Temperatur der Bottichinhalte (Jungbier genannt) geregelt. Die Privatbrauerei Härke verfügt hier über 40 Bottiche mit cirka 920.000 Litern Fassungsvermögen. Die Bottiche werden mit 0 ºC kaltem Eiswasser auf Temperatur gehalten.
Nach der Gärung erfolgt das Schlauchen und die Hefeernte.
Der Lagerkeller
Für acht bis zwölf Wochen erhält das Bier hier die für seine Reife notwendige Ruhe bei -2 bis +2 ºC Lagertemperatur.
Der Lagerkeller besteht aus 12 Abteilungen mit 90 Lagertanks. Der kleinste Tank fasst 100 Hektoliter, der größte 699 Hektoliter - dies entspricht dem Inhalt von 139.800 NRW-Flaschen; die Länge aller Bierleitungen im Keller würde aneinandergelegt zusammen 6.000 Meter ergeben. Die Lagerkapazität aller Lagertanks zusammen beträgt rund 2,5 Mio Liter.

Im Filterkeller
Im Filterkeller stehen der Privatbrauerei Härke zwei hintereinander geschaltete Filter mit einer Leistung von 250 Hektolitern pro Stunde zur Verfügung.
Der Kessel- oder Zentrifugal-Hochleistungsfilter der Privatbrauerei Härke ist mit 50 horizontalen Filterplatten mit einer Gesamtfläche von 50 m² ausgestattet. Als Filterhilfsmittel dient Kieselgur. Der Schichtenfilter hat Filterplatten die aus Zellulose und Kieselgur bestehen.
Das filtrierte Bier gelangt in einen der 15 Drucktanks der Privatbrauerei Härke, die zusammen 410.000 Liter Bier fassen. Jeder Tank wird vor der Neubefüllung automatisch gewaschen und mit Kohlensäure vorgespannt.
Die Abfüllung des Bieres
Flaschenabfüllung
Bei der Privatbrauerei Härke wird das Bier durch eine technisch hochmoderne Anlage in Flaschen abgefüllt: Die Leistung beträgt bis zu 36.000 Flaschen pro Stunde, in Abhängigkeit von der Flaschensorte. Die Verfahrensschritte im Einzelnen:

- Entpalletieren
- Auspacken der Flaschen aus den Kisten
- Flaschen der Waschmaschine zuführen
- Reinigung in Tauchbädern und Spritzzonen
- Reinheitsgrad und Beschädigungen kontrollieren
- Flaschen mit Kohlensäure vorspannen und füllen
- Verschließen
- Etikettieren mit Datums- und Loskennzeichnung
- Füllmenge kontrollieren
- Einpacken der Flaschen in die Kisten
- Kisten auf Paletten stapeln

In der Leer- und Vollguthalle werden die Paletten mit Gabelstaplern transportiert.
Fassabfüllung
Die leeren Fässer werden automatisch von den Paletten genommen und gelangen über Transportbänder zu den Reinigungs- und Füllmaschinen. Die Schritte der Reinigung und Füllung im Einzelnen:

- Druckkontrolle
- Vorreinigung mit alkalischem Reinigungsmittel
- Hauptreinigung alkalisch und sauer
- Ausspülen mit Wasser
- Dämpfen mit Sattdampf 125°C
- Vorspannen mit Kohlensäure
- Füllen
- Füllmengenkontrolle und Kennzeichnung mit einem Etikett
- Fässer werden auf Paletten gestellt
Die gefüllten Fässer werden bis zum Verkauf in einem gekühlten Lagerraum gestapelt.
Im Braustübchen
Sie haben nun alle Schritte zum fertigen Härke Bier miterlebt und sind am Ende unserer Führung angelangt. Aber Halt! Einen wichtigen Programmpunkt haben wir noch für Sie: Am Ende einer jeden Führung durch die Privatbrauerei Härke steht die Verkostung des herrlich herben Härke Pils im Braustübchen!

Ausklang
Wenn wir Ihr Interesse an einer "echten" Führung durch die Privatbrauerei Härke geweckt haben, so freuen wir uns, Sie bald persönlich in Peine begrüßen zu dürfen: Einfach hier zu einer Führung anmelden
Nach der Anmeldung gehen Sie am Besten offline - und direkt in die nächste Gaststätte, in der Härke ausgeschenkt wird. Dort genießen Sie dann ein Härke Pils in netter Gesellschaft. Oder, Sie holen eine gut gekühlte Flasche Härke aus dem Kühlschrank und genießen es daheim.
Wir sagen: "Prost und wohl bekomms!"











